Akute Mittelohrentzündung bei Babys und Kindern
1.2. Verbreitung und Erkrankungsverlauf
Die akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media, AOM) ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Die meisten Kinder erkranken bis zum Alter von drei Jahren mindestens einmal daran. [1]Bei Babys und Kleinkindern entwickelt sich eine AOM meist im Zusammenhang mit einer Erkältung, Halsentzündung oder Infektion der Nasennebenhöhlen. Bei kleinen Kindern ist das Röhrchen der Ohrtrompete noch sehr fein und kurz, deshalb können sich Krankheitserreger aus dem Nasen-Rachen-Raum leicht bis in das Mittelohr ausbreiten. Nach dem siebten Lebensjahr ist diese Erkrankung seltener, weil sich die Tube und das Immunsystem dann weiter entwickelt haben.
Eine akute Mittelohrentzündung tritt plötzlich auf und ist in der Regel von Schmerzen und weiteren Anzeichen einer Infektion (Rötung, Schwellung, Fieber) begleitet. Sie kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. [2]
Bei rund 6 von 10 der an akuter Mittelohrentzündung erkrankten Kinder (60 %) klingen die Schmerzen und das Fieber innerhalb von 24 Stunden von selbst ab. Bei etwa 8 von 10 Kindern (80 %) verschwinden die Beschwerden nach drei Tagen. [3] Es kann etwas länger dauern, bis sich das Hörvermögen wieder normalisiert. Bei einer AOM ist es wichtig, aufmerksam zu beobachten, wie es dem erkrankten Kind geht. Falls die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht abklingen oder sich sogar verschlechtern, ist eine ärztliche Behandlung nötig. Auch bei Symptomen wie Kopfschmerzen mit Erbrechen und Übelkeit, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörungen ist es wichtig, rasch ärztliche Hilfe zu holen. Denn diese Symptome können auf eine wesentlich ernsthaftere Erkrankung als eine Mittelohrentzündung hinweisen. Um Komplikationen und Folgeerkrankungen vorzubeugen, werden häufig Antibiotika eingesetzt. Doch auch wenn eine AOM nicht sofort mit Antibiotika behandelt wird, zeigen die vorhandenen wissenschaftlichen Studien nur sehr wenige Fälle, in denen die Krankheit einen komplizierten Verlauf nimmt.Britta, 28 Jahre
„Unsere Tochter hat ganz viel Nähe gebraucht, zum Beispiel wollte sie immer bei uns im Bett schlafen. Manchmal hat sie gesagt: „Mama, halt mich ganz fest.“ Ich fand es sehr wichtig, ihr das Gefühl zu geben, dass sie mit ihren Schmerzen nicht allein ist.“
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- Erstellt am: 29. Juni 2009 15:47
- Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2009 22:04
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